Warum ein WordPress Backup Leben retten kann
Ein Backup klingt nach IT-Hygiene für Konzerne. In der Praxis ist es das Einzige, das Ihnen nach einem Hack, einem fehlgeschlagenen Update oder einem Serverausfall noch helfen kann. Für kleine und mittlere Unternehmen in Österreich ist das Risiko real – und die Konsequenzen eines Datenverlusts oft existenziell.
Was bei einem Datenverlust wirklich passiert
- Inhalte, Bestellungen & Kundendaten sind weg
Ohne Backup gibt es keine Wiederherstellung. Blogbeiträge, Produkte, Bestellhistorie, Kontaktanfragen – alles unwiederbringlich verloren.
- Wiederaufbau kostet Zeit & Geld
Eine Website von Grund auf neu aufzubauen dauert Wochen. Während dieser Zeit ist Ihr Unternehmen online nicht erreichbar – Neukunden finden Sie schlicht nicht.
- DSGVO-Meldepflicht droht
Wenn bei einem Datenverlust personenbezogene Daten betroffen sind – Kontaktformulare, Newsletter-Adressen, Bestelldaten – besteht eine Meldepflicht gegenüber der österreichischen Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden.
Viele Unternehmer verlassen sich auf das Hoster-Backup. Das Problem: Hoster-Backups sind oft nur eine Kopie auf demselben Server, werden nur wöchentlich erstellt und sind im Schadensfall nicht immer abrufbar. Ein eigenes, externes Backup ist unverzichtbar.
Was gehört alles ins WordPress Backup?
Ein vollständiges WordPress Backup besteht aus zwei Teilen – beide sind gleich wichtig. Wer nur einen Teil sichert, hat im Ernstfall trotzdem ein Problem.
Datenbank – das Gedächtnis Ihrer Website
In der WordPress-Datenbank stecken alle Inhalte: Seiten, Beiträge, Kommentare, Einstellungen, Bestelldaten, Nutzerdaten und Plugin-Konfigurationen. Ohne aktuelle Datenbank-Sicherung verlieren Sie alles, was seit dem letzten Backup passiert ist.
Dateisystem – das Fundament Ihrer Website
Der zweite Teil umfasst alle Dateien auf dem Server: das WordPress-Theme, alle installierten Plugins, hochgeladene Bilder und Dokumente im Ordner /wp-content/uploads/. Besonders oft vergessen: die Konfigurationsdatei wp-config.php und die .htaccess – ohne diese läuft WordPress nach einer Wiederherstellung nicht korrekt.
Ein vollständiges Backup = Datenbank + alle Dateien unter /wp-content/ + wp-config.php. Wer nur die Datenbank sichert, verliert alle Bilder. Wer nur Dateien sichert, verliert alle Inhalte.
Wie oft sollte ein WordPress Backup erstellt werden?
Die richtige Backup-Frequenz hängt davon ab, wie viel Ihrer Website sich täglich verändert – und wie viel Datenverlust Sie sich im schlimmsten Fall leisten können. Hier eine praxisnahe Orientierung:
- Onepager & kleine Websites → monatlich
Wenig Änderungen, keine Transaktionen. Ein monatliches Backup reicht aus – idealerweise nach jedem größeren Update oder inhaltlichen Änderungen.
- Unternehmenswebsite mit Blog → wöchentlich
Regelmäßig neue Inhalte, Kontaktanfragen, laufende Änderungen. Wöchentliche Backups stellen sicher, dass maximal 7 Tage Arbeit verloren gehen können.
- Online-Shop & geschäftskritische Websites → täglich
Tägliche Bestellungen, Kundendaten, Lagerbestände. Hier sind tägliche Backups nicht optional – ein Datenverlust von auch nur einem Tag bedeutet konkrete finanzielle und rechtliche Konsequenzen.
Backups sollten mindestens 7 Tage aufbewahrt werden – bei Shops besser 30 Tage. Warum? Weil ein Hack oder eine Dateiinfektion oft erst Tage später auffällt. Wenn das älteste Backup bereits infiziert ist, hilft es nicht mehr.
Wohin mit dem Backup? Speicherorte im Vergleich
Wo ein Backup gespeichert wird, ist mindestens genauso wichtig wie ob es existiert. Das häufigste Fehler: Backup liegt auf demselben Server wie die Website.
⚠️ Schlechteste Option. Wenn der Server ausfällt oder gehackt wird, ist das Backup mit dabei. Kein echter Schutz.
Google Drive, Dropbox oder Amazon S3 – gute Option. Extern, zuverlässig, günstig. Erfordert manuelle oder Plugin-gestützte Einrichtung.
Beste Option für KMUs. Automatisch, extern gespeichert, regelmäßig geprüft – kein eigener Aufwand. Inklusive in professionellen Wartungspaketen.
Die 3-2-1-Backup-Regel
Die 3-2-1-Regel ist der anerkannte Standard für professionelle Datensicherung – einfach, merkenswert und effektiv:
- 3 – Drei Kopien Ihrer Daten
Das Original plus zwei Backups. Wenn eine Kopie beschädigt ist, gibt es noch zwei weitere.
- 2 – Zwei verschiedene Speichermedien
Zum Beispiel einmal Cloud und einmal lokale Festplatte. Unterschiedliche Medien schützen vor medienspezifischen Ausfällen.
- 1 – Eine Kopie extern / offsite
Mindestens eine Sicherung muss physisch oder geografisch getrennt vom Original liegen. Schützt vor Feuer, Einbruch oder Totalausfall vor Ort.
Womit automatisch sichern? Plugin-Optionen im Überblick
Für viele kleine Websites ist ein gutes Backup-Plugin ein sinnvoller erster Schritt. Hier die drei bekanntesten Optionen:
Kostenlos & weit verbreitet. Solide Grundfunktionen, Cloud-Anbindung inklusive. Premium für automatische Zeitpläne & Verschlüsselung empfohlen.
Komfortabel, aber kostenpflichtig für echte Backup-Funktionen. Gut für Einsteiger, die alles in einem wollen.
Professionelles Tool für die Verwaltung mehrerer Websites. Backup, Monitoring & Updates in einem Dashboard – eher für Agenturen.
Plugins sichern nur, wenn die Website läuft. Wenn WordPress durch ein fehlgeschlagenes Update nicht mehr startet oder ein Hack den Kern des Systems betrifft, kommt kein Plugin mehr ans Backup. Dann brauchen Sie einen serverseitigen oder verwalteten Backup-Service.
Backup erstellen vs. Backup testen – der Unterschied
Das größte Missverständnis beim Thema Backup: viele Betreiber erstellen Backups, testen aber nie, ob die Wiederherstellung auch wirklich funktioniert. Ein Backup, das sich nicht einspielen lässt, ist wertlos.
Mindestens einmal pro Quartal sollte ein Backup auf einer Staging-Umgebung vollständig wiederhergestellt werden – nur so wissen Sie sicher, dass es im Ernstfall funktioniert. Professionelle Wartungspartner übernehmen diese Prüfung automatisch.
Bei Evario sind Backups nicht nur automatisiert – sie werden extern gespeichert, regelmäßig geprüft und im Ernstfall von unserem Team wiederhergestellt. Sie müssen sich weder um Einrichtung noch um Tests kümmern.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ich meine WordPress Website sichern?
Das hängt von der Website ab: Onepager monatlich, Unternehmenswebsites wöchentlich, Online-Shops täglich. Generell gilt: Je häufiger sich Inhalte oder Daten ändern, desto öfter sollte gesichert werden.
Reicht das Backup meines Hosters als Schutz?
Meistens nicht. Hoster-Backups liegen oft auf demselben Server, werden nur wöchentlich erstellt und sind nicht immer garantiert abrufbar. Sie ersetzen kein eigenes, externes Backup-System.
Wie lange sollte ein Backup aufbewahrt werden?
Mindestens 7 Tage – bei Shops und geschäftskritischen Websites besser 30 Tage. Der Grund: Viele Infektionen oder Fehler werden erst Tage nach ihrem Auftreten bemerkt. Ein zu kurzer Aufbewahrungszeitraum bedeutet, dass alle verfügbaren Backups bereits kompromittiert sind.
Was kostet automatisches WordPress Backup?
Einfache Plugin-Lösungen wie UpdraftPlus starten kostenlos, Premium-Versionen kosten ab ca. 70–100 € pro Jahr. Bei professionellen Wartungspaketen – wie bei Evario ab €19,90/Monat – sind automatische Backups, externe Speicherung und Wiederherstellungsservice bereits inklusive.
Wie stelle ich eine WordPress Website aus einem Backup wieder her?
Das hängt vom verwendeten Backup-System ab. Mit UpdraftPlus gibt es eine direkte Wiederherstellungsfunktion im Dashboard. Bei serverseitigen Backups erfolgt die Wiederherstellung über das Hosting-Panel oder direkt via FTP und phpMyAdmin. Bei einem verwalteten Wartungsservice übernimmt das der Anbieter vollständig.
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